Visum Ärger bei multiplen Einreisen

Kleiner Grenzposten bei Satun, Thailand
Kleiner Grenzposten bei Satun, Thailand

Eigentlich wollte ich mit diesem Bericht noch ein paar Tage warten, bis ich selber, mit meinem Touristenvisum mit multiplen Einreisen, meine letzte Einreise getätigt habe und aus eigener Erfahrung berichten kann.

Allerdings erreichen mich in den letzten Tagen immer wieder Emails von Lesern, die von Problemen bei mehrfachen Einreisen mit dem Touristenvisum aber auch mit dem Non Im „O“ Visum berichten.

Ich selber war im Dezember einmal an der Landesgrenze zu Malaysia und nochmal Ende Januar bei einem Rückflug aus Singapur am Krabi Airport.

Bei beiden Einreisen gab es keine Probleme. Nächste Woche ist dann die letzte Einreise dran und wir werden sehen was dabei passiert.

Andere Leute hatten aber durchaus Probleme. Hier einige Auszüge aus den Emails:

Einreise mit Non Immigrant Visum O

„Hallo, wir sind seit Mitte Oktober wieder im Land und haben gerade unseren ersten Grenzlauf ( NON O-M ) hinter uns gebracht. Da wir im Norden leben, nutzen wir dafür einen Grenzübergang nach Burma, der normalerweise hauptsächlich von burmesischen Wanderarbeitern frequentiert wird und eher wenig von „Farrangs“.

Obwohl es dort vorher nie Probleme gab, haben wir diesmal eine üble Ausfragerei über uns ergehen lassen müssen, obwohl unsere Angelegenheiten am Wohnort in Ordnung sind.

Vielleicht war es einfach Pech, werden aber wir werden künftig absolut alle Papiere sowie Bargeld, Bankbuch etc mitschleppen.“

Mit Tourist Visum (Multi Entry)

Hallo, aktuell komme ich aus Kambodscha zurück. Ich habe das Touristen Visum mit multiplen Einreisen und gültig für 6 Monate.

Am 04.02.2019 waren die ersten 60 Tage in Thailand vorbei, somit musste ich meine erste Ausreise tätigen. Dazu bin ich vom 29.1. bis zum 5.2. nach Kambodscha ausgereist.

Kein Problem bei der Ausreise am Sakeo – Aranyaprateth Grenzübergang und mit dem Bus weiter nach Siem Reap. Alles in Ordnung bis hierher.

Doch auf dem Rückweg gab es mega Probleme bei der Einreise nach Thailand.

Den Ausreise-Sstempel von Kambodscha gab es ohne Probleme und ohne Kosten. Dann die Treppe hoch zur Thai Immigration.

Da musste ich erst mal ca. eine Stunde warten, da nur 2 Polizisten und etwa 70 Leute vor mir waren. Als ich dann endlich dran kam, hat der gute Mann erstmal 5 Minuten in meinem Pass hin und her geblättert. Daraufhin hat er ihn mir zurückgegeben und mich in das Office geschickt.

Ein anderer Beamter kam und wollte wissen was ich hier will, wo und was ich in Thailand arbeite (habe keine Arbeit hier, geht ja auch nicht) und ob ich eine Frau hier habe.

Dann wollte er die 20.000 Bath sehen und mein Rückflug Ticket aber nicht nur auf dem Handy, nein, auf Papierausdruck.

Gab es aber im Gebäude nicht. Meinen Pass hat er als Sicherheit, dass ich wiederkomme, erstmal einbehalten. Also ohne Papiere zurück nach Kambodscha, einen Internetladen gesucht und die Dokumente, einen aktuellen Bankauszug und den Rest ausgedruckt.

Zurück zu ihm und die Papiere alle vorgelegt, doch er ließ mich ca. 2 Stunden warten, obwohl sonst keine Einreisenden mehr da waren. Er spielte nur an seinem Handy.

Irgendwann klammerte er meine Dokumente zusammen und machte einen Stempel mit weiteren 60 Tagen in den Pass.

Er sagte mir, dass dieses Visum so nur für multiple Einreisen von Deutschland aus nach Thai ist. Da könnte ich in den 6 Monaten hin und her reisen. Aber nicht solche Visa Runs in benachbarte Länder.

Ich war sehr verdutzt, wurde mir im Konsulat in München anders erklärt.

Schikane oder Willkür?

Wenn die beiden Geschichten sich wirklich genau so abgespielt haben, kann man durchaus von Schikane oder Willkür reden. Leider kennt man als Außenstehender nie die ganze Geschichte und man erfährt nur selten, wie am Ende alles ausgeht.

Auf der bekannten ThaiVisa Webseite, konnte ich in den letzten Tagen keine Berichte über Probleme mit dem METV oder MENIV lesen. Nur einige Leute hatten die üblichen Probleme bei wiederholter Einreise mit dem 30 Tage Stempel.

20.000 Baht vorzeigen!

Neu ist auch, dass man offensichtlich nach dem Ausreise Ticket oder den 20.000 Baht gefragt wurde. Das ist normalerweise nur bei dem 30 Tage Stempel üblich, nicht aber mit einem Visum.

Wie auch immer, nächste Woche mache ich einen Selbstversuch an der Landesgrenze nach Malaysia. Ich werde dann hier berichten, ob sie mich wieder rein gelassen haben oder nicht.

 

2 Kommentare

  1. Hallo,
    Ich habe gerade Ihren/unseren Bericht gelesen und würde gerne das Ganze gerne präzisieren: bei der Wiedereinreise an dem kleinen Grenzübergang im Norden, wurden wir von der äußerst ruppigen Dame zunächst darauf hingewiesen, das ein NON-O/M kein geeignetes Visum sei, um dauerhaft in Thailand zu verbleiben.
    Wir sollten uns um ein NON-O/A im Heimatland und anschließend um eine Extension of Stay hier vor Ort „bewerben“.
    Worauf ich erwiderte, das wir jedes Jahr nur 6-7 Monate in Thailand wären, was sie ja auch unseren Pässen entnehmen könne. Widerstrebend untersuchte sie die Pässe erneut und fragte anschließend nach unserem Rückreiseticket nach Deutschland, was wir, wie der genannte Kollege nur auf dem Handy gespeichert hatten.

    Ein Papierausdruck in Burma war nicht möglich, da wir dort bereits per Stempel ausgereist waren. Als nächstes ging es um unsere lokale Anschrift. Da wir ganzjährig ein Haus gemietet haben und unser Vermieter uns nach jedem Auslandsaufenthalt/Grenzgang bei der lokalen T.I. mittels TM30 Report meldet war ich überrascht, zeigte jedoch den Mietvertrag vor, den wir in diesem Jahr erstmalig in Frankfurt zur Erlangung des Visums benötigten.

    Nach weiteren Diskussionen mit ihrem Vorgesetzten auf Thai bekamen wir schlussendlich den gewünschten, neuen 90 Tage Stempel. Nach den berüchtigten 20.000Baht wurden wir jedoch nicht gefragt. Ca. eine Woche nach Rückkehr erhielt unser Vermieter ein Schreiben der Immigration aus Bangkok, wo explizit nachgefragt wurde, ob wir wirklich unter der genannten Adresse leben würden, was dieser wahrheitsgemäß bestätigte.

    Wir sind weder tätowiert, noch sonst irgendwie auffällig, hatten niemals Overstay, abgelehnte Visa, oder Kriminaldelikte weder in TH noch in D und erscheinen zu diesen „Veranstaltungen“ immer manierlich gekleidet. Wie gesagt, vielleicht war es einfach Pech.

    Auch wir sind derzeit, nach 20 Jahren unschlüssig, ob wir wirklich hier weitermachen wollen oder aber Auto, Moped und Hausrat verkaufen sollen und z.b. nach Portugal weiterziehen sollen. Ich befürchte, die Situation wird auch nach den Wahlen nicht wirklich besser für uns werden

  2. Ich hatte ein ähnliches Problem letzten Dezember am Suvarnabhumi. Ich habe ein METV und bin nach 60 Tagen nach Sieam Reap geflogen und nach 3 Tagen zurück nach Bangkok. An der Immigration hat man mich fast 1 Stunde ausgefragt, was ich denn in Thailand wolle, ob ich hier arbeiten würde, warum ich kein Jahresvisum hätte. Dann wollte man mir ein Elite Visum verkaufen. Das habe ich natürlich abgelehnt. Nach langem Hin und Her, zwischendurch sagten sie sogar, sie würden mich nicht einreisen lassen, bekam ich dann doch den 60 Tage Stempel. Den nächsten Visa Run machte ich dann ab HuaHin nach Myanmar am Grenzübergang in der Nähe von Kanchanaburi, der ging völlig problemlos. Ich hatte das Gefühl, die wollten mir einfach das Elite Visum andrehen und Kohle machen.

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