Grenzläufe sind doch nicht so toll

Kleiner Grenzposten bei Satun, Thailand
Kleiner Grenzposten bei Satun, Thailand

Irgendwann hatte ich mal geschrieben, dass man das mit den ständigen Ausreisen (Visa Run) alle zwei oder drei Monate nicht so eng sehen sollte. Ist es doch manchmal auch eine willkommene Abwechslung im tristen Alltagsleben in Thailand.

Immerhin wird man sogar von Staats wegen aufgefordert, auch mal die Nachbarländer zu besuchen und nicht den ganzen Tag am Strand zu liegen. Außerdem hält man dadurch auch eine ganze Industrie am Leben: Busse, Taxis, Autovermietungen und sogar die Fluggesellschaften, die einen mal eben zum Beispiel nach Singapur oder KL und zurück bringen.

Das alles nur, damit man bei der Wieder-Einreise nach Thailand einen weiteren Stempel für weitere 60 oder 90 Tage im Pass hat um sich dann erneut auf den Weg zu machen, um sich den nächsten Stempel zu holen.

Grenzgang mit Mietwagen

Vorgestern war es für mich mal wieder so weit. Ich habe mir am Airport ein Auto gemietet und bin gen Süden, zur malaysischen Grenze gefahren, um mir einen weiteren Einreisestempel zu holen. Fast 600 km hin und zurück über Thailand’s Straßen. Das ist nicht zuletzt auch ein erheblicher Risikofaktor, denn Thailand’s Straßen gehören zu den gefährlichsten weltweit.

Da hat man unterwegs auch viel Zeit, um über die Sinnhaftigkeit dieser Fahrten nachzudenken. Hätte mir das thail. Generalkonsulat in Frankfurt, wie gewünscht ein Non Immigrant Visum gegeben, hätte ich in den ca. 6 Monaten, die ich in Thailand bleiben wollte, nur eine einzige Ausreise machen müssen. Das hatte aber nicht geklappt.

Nur ein Touristenvisum

So musste ich mit einem Touristenvisum vorlieb nehmen, das zwar genau soviel gekostet hat (150 Euro), mir aber nun drei Aus- und wieder Einreisen beschert. Und auch diese Visa Touren kosten ja Geld. Da ich die Tour an einem einzigen Tag und ohne Übernachtungen abgerissen habe, war ich mit nur ca. 1500 Baht für Auto und Sprit dabei. Im Januar kommt dann die nächste Reise nach Singapur mit Flug und Hotel, die wird schon etwas teurer.

Und weil das immer noch nicht reicht, um die Zeit bis in den April hinein zu überbrücken, kann ich mir jetzt schon Gedanken über die dritte und letzte Einreise machen: Auto oder Flugzeug?

Einreise ohne Probleme

Na ja, der Grenzgang selber lief jedenfalls ohne Probleme ab. In ca. 15 Minuten war alles erledigt. Was mich dabei immer wieder wundert, ist die Tatsache, das die malaysischen Grenzbeamten dieses Spiel immer noch mitspielen: Da reist man nach Malaysia ein, bekommt sogar einen großzügigen Stempel für 3 Monate Aufenthalt (daran könnte sich Thailand mal ein Beispiel nehmen) und beim Kollegen gleich nebenan holt man sich den Ausreise-Stempel.

Eigentlich könnte man meinen, dass da auch Malaysia mal ein bisschen Druck ausüben könnte um dieses leidige Spiel irgendwann einmal zu beenden. Aber darauf hoffe ich nun seit fast 30 Jahren…

Jahresvisum eine Option?

Warum ich kein Jahresvisum habe? Das könnte man vielleicht versuchen. Aber lohnt sich der Aufwand mit ärztlichem Attest, poliz. Führungszeugnis usw., wenn man nur noch für rund 6 Monate bleiben möchte?

Und für eine Jahresverlängerung eines Non Immigrant Visum, bin ich nicht bereit, rund 20.000 Euro totes Kapital auf ein thailändisches Konto zu legen.